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#7 Abriss, Gemeinschaft und richtig viel Fortschritt

  • Autorenbild: Jan Cichon
    Jan Cichon
  • 30. Juni
  • 3 Min. Lesezeit

Nachdem wir nach den letzten Abrisswochen leider nicht alles geschafft haben, was wir uns vorgenommen hatten, war der Plan, den Rest an eine befreundete Firma zu vergeben, die die übrigen Arbeiten übernimmt. Wir haben dafür auch wirklich ein faires Angebot erhalten, mussten aber ehrlich zu uns selbst sein, dass wir uns direkt zu Beginn des Projekts keinen zusätzlichen knapp sechsstelligen Betrag leisten können.

Also haben wir die Köpfe zusammengesteckt und überlegt, was wir stattdessen tun können.

Und die einzige Lösung, die uns kam, war: Wir müssen als gesamte Gemeinde selbst Hand anlegen.

Natürlich kostet das einiges an Extra Energie und bedeutet erneut, die Extrameile zu gehen. Dabei darf man nicht vergessen, dass wir parallel zu dem großen Bauprojekt Anfang April bereits die zweite Shout Germany innerhalb von nur zehn Monaten veranstaltet haben. Die größte Veranstaltung, die wir bisher als Equippers in Deutschland hatten.

Auch wenn die Situation an manchen Stellen wirklich herausfordernd aussah, war und ist unser Glaube an dieses Projekt riesig. Also haben wir es gewagt.

Wir wussten anfangs nicht einmal, ob wir genügend Leute mobilisieren können. Aber genau das ist passiert. Nach Feierabend kamen Menschen direkt von der Arbeit auf die Baustelle und packten mit an. Andere investierten ihre freien Tage oder standen stundenlang mit Staubmaske und Brecheisen in den Räumen. Und jetzt, nach vier weiteren Wochen Abriss, können wir sagen: Es war richtig stark.

Dadurch konnten wir nicht nur enorme Kosten einsparen. Es entstand auch etwas, das man so nicht planen kann. Menschen übernahmen Verantwortung. Beziehungen wurden gebaut. Und aus einer schwierigen Situation entstand eine ganz neue Dynamik in unserer Church.

Unsere Groups waren am Start, verschiedene Teams haben kräftig unterstützt und besonders die Youth hat komplett abgerissen, im wahrsten Sinne des Wortes. Über Tage hinweg wurde zusammen gearbeitet, gelacht, geschwitzt und angepackt. Besonders hervorheben möchten wir an dieser Stelle die beiden Abrissbauleiter Thomas Theobald und Felix Kotschenreuther. Die beiden haben dafür gesorgt, dass an den richtigen Stellen angepackt wurde, alles koordiniert lief und jeder wusste, was zu tun ist. Ohne ihren Einsatz wäre das Ganze in dieser Form nicht möglich gewesen.

Gestartet sind die Abende immer gemeinsam mit Essen und am Ende gab es für jeden ein Feierabendbier, eine Weinschorle oder eine Limo. Genau dadurch konnte man neben dem Kirchengebäude auch richtig gut Beziehungen bauen. Es war einfach stark zu sehen, wie Menschen aus allen Bereichen der Church zusammenkommen und gemeinsam etwas bewegen.


Ein echtes Highlight zum Abschluss dieser intensiven Phase war das gemeinsame Grillen am Donnerstag, den 30.04. Einfach zusammen sitzen, essen, zurückschauen und feiern, was wir gemeinsam geschafft haben.


Danach standen nur noch ein paar letzte Kleinigkeiten an, die wir gemeinsam aber auch noch geschafft haben. Jetzt ist der Abriss von unserer Seite aus komplett abgeschlossen und der Wiederaufbau kann starten.

Was bleibt, ist vor allem große Dankbarkeit. Danke an jede einzelne Person, die mit angepackt hat. Danke an alle, die nach Feierabend gekommen sind, freie Tage investiert haben, geschleppt, gehämmert, organisiert oder einfach dort geholfen haben, wo Hilfe gebraucht wurde.


Ohne euch wäre das alles nicht möglich gewesen.


Diese Wochen haben gezeigt, was passieren kann, wenn Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen und zusammen für eine Vision losgehen. Aus einer Baustelle wurde ein Ort voller Gemeinschaft, Zusammenhalt und echter Hingabe.


Und genau deshalb schauen wir voller Zuversicht auf alles, was jetzt vor uns liegt. Der Abriss ist geschafft. Der nächste Bauabschnitt kann kommen. Und wir glauben fest daran, dass wir auch die kommenden Herausforderungen gemeinsam und mit Gottes Hilfe meistern werden.

 
 
 

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