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#5. Wenn Vision durch Regen, Rohre und Realität geht

  • Equippers Education
  • 12. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Vision klingt oft klar und weit. Nach Zukunft. Nach Licht. Nach Möglichkeiten.

Bauen hingegen klingt nach Gerüst, Staub und offenen Böden.

Und genau dort befinden wir uns gerade.


Während wir auf die nächsten großen Schritte warten, geschieht vieles im Verborgenen. Dinge, die man später kaum sehen wird, die aber entscheidend sind.


Ein Dach für das, was wachsen soll

Im Moment stehen Gerüste am Gebäude, das Dach ist geöffnet, Material liegt bereit. Die Dachsanierung läuft – und sie ist dringend notwendig. Über Jahre hinweg hatten wir immer wieder mit Wassereinbrüchen zu kämpfen. Kein Dauerzustand, aber genug, um zu wissen: Wenn hier etwas Neues entstehen soll, dann braucht es zuerst ein Dach, das wirklich dicht ist.


In den kommenden Wochen wird es vollständig abgedichtet, teilweise neu gedämmt und an einigen Stellen erneuert. Gleichzeitig entstehen neue Dachfenster, die später den Spielflur mit Tageslicht füllen werden. Ein heller Ort für Begegnung, Spiel und Bewegung – statt dunkler Durchgänge.

Bevor Vision sichtbar wird, braucht sie Substanz.Und manchmal beginnt Substanz ganz schlicht mit einem dichten Dach.


Geschichte unter unseren Füßen

Während oben gearbeitet wird, geschieht unten mindestens genauso viel. Für die neue Küche und die WC-Anlagen mussten wir die Kanäle erneuern und dafür teilweise den Estrich vollständig herausnehmen. Was zunächst nach reiner Bauarbeit klang, wurde plötzlich zu einer kleinen Zeitreise.


Unter dem Boden kamen alte Schienen zum Vorschein, echte Relikte aus der Zeit, als hier tatsächlich Waggons ins Gebäude gefahren wurden. „Alte Waggonfabrik“ ist also mehr als nur ein Name. Außerdem stießen wir auf uralte Kanalstränge und sogar auf einen alten Bunker. Geschichte unter unseren Füßen. Schicht um Schicht wurde sichtbar, was dieser Ort bereits erlebt hat.


Es wird deutlich, warum es nicht viele Bauprojekte dieser Art in historischem Gewand gibt. Jede Schicht erzählt ihre eigene Geschichte und jede bringt neue Herausforderungen mit sich.


Parallel dazu warten wir auf die offizielle Baugenehmigung und hier gibt es richtig gute Nachrichten. Das Bauamt hat uns signalisiert, dass wir die Genehmigung voraussichtlich sogar früher als erwartet in den Händen halten dürfen. Die Stadt Mainz gibt richtig Gas und darüber freuen wir uns riesig!


Gleichzeitig erleben wir, wie anspruchsvoll der Weg bis zur Auszahlung der zugesagten Fördermittel ist. Dokumentationen, Nachweise, Abstimmungen – der bürokratische Aufwand ist enorm. Wir klagen nicht darüber. Aber wir spüren, wie viel Ausdauer solche Projekte brauchen.


Vorbereitung auf die Zeit des Durchhaltens

Februar und März stehen nun unter einem klaren Motto: Vorbereitung.

Damit wir die bestehenden Innenräume entkernen können, müssen zunächst interimistische Zugänge geschaffen werden. Der Gottesdienstbetrieb läuft ja weiter – nur bald auf deutlich weniger Fläche. Eine neue WC-Anlage wird eingerichtet, Türen für den Gottesdienstraum verbaut, vorbereitende Maßnahmen sind beauftragt.


Februar und März stehen ganz unter dem Motto: Vorbereitung.

Gleichzeitig bedeutet das für Equippers eine enorme Umstellung. Der gesamte Kirchenbetrieb wird von derzeit knapp 2.000 Quadratmetern auf rund 750 Quadratmeter reduziert. Das verlangt viel Flexibilität, viel Organisation und viel ehrenamtliches Engagement: Zum Beispiel einen dritten Gottesdienst!


Ab dem 16. Februar beginnt dann Stück für Stück die Entkernung. Räume werden freigelegt, Bestehendes wird abgetragen damit Neues entstehen kann.


Es ist die Phase des Durchhaltens.

Die Phase zwischen Abriss und Aufbau.


Vision geht durch Regen.

Durch Rohre.

Durch Realität.


Und was uns trägt

Wir merken gerade sehr deutlich: Vision lebt nicht nur von großen Momenten. Sie lebt von Treue im Alltag. Von Menschen, die mit anpacken. Von Geduld, wenn Prozesse länger dauern. Und von Vertrauen, wenn Dinge noch nicht sichtbar sind.


Wir glauben nicht naiv, dass alles automatisch leicht wird. Aber wir glauben, dass Gott diesen Ort nicht zufällig in unsere Hände gelegt hat.

Wir glauben, dass sich Durchhalten lohnt. Dass jeder Meter Rohr, jede Dachlatte und jede Stunde Ehrenamt Teil von etwas Größerem ist. Und dass hier ein Ort entsteht, an dem Kinder aufblühen und Familien Heimat finden.


Heute ist es Baustelle. Mit Regen, Staub und Zwischenlösungen.

Aber wir sehen schon jetzt, was einmal daraus wird. Und das gibt uns Hoffnung!

 
 
 

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